Joachim  Fuchsberger

Abstand aktualisiert am
06.09.2008
 

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Herzlich willkommen, lieber Besucher,

die Guten Dinge ™ sind oft so einfach ... und der Federweißer ist ein Genuß, der zum Herbst gehört wie der leckere Zwiebelkuchen oder die köstliche Hausmacherbrotzeit, die man traditionell zum Federweißen serviert. Jedes Jahr ist er nur für kurze Zeit, im September und Oktober erhältlich.
 

Federweißer - so schmeckt der Herbst

Den Namen verdankt er seiner milchig undurchsichtigen Farbe, die von der schwebenden, an Federchen erinnernden Hefe kommt. Weil Federweißer weiter gärt und somit ein Übergangsprodukt hin zum Jungwein darstellt, ist er nur kurze Zeit im Jahr, nach der Weinlese und nur für wenige Wochen erhältlich.

Je nach Gebiet wird der Federweiße auch Bitzler, Bremser, Sauser oder Rauscher genannt, denn die berauschende Wirkung kann den fröhlichen Zecher nahezu "übersausen". Es ist ein noch nicht ganz durchgegorener junger Wein dem der Kohlensäuregehalt einen angenehm prickelnden Geschmack verleiht.

Vor Beginn der Gärung ist der Most sehr süß, und wenn die Hefe arbeitet, wird kontinuierlich Zucker in Alkohol umgesetzt. Dann wird er immer weniger süß, und er schmeckt mehr nach Wein. Am besten schmeckt er eigentlich auf "halbem Weg" - dann hat er ungefähr 4,5 Prozent Alkohol und eine schöne geschmackliche Balance zwischen Süße und Säure.

Aber die Süße des Federweißen kann dazu verführen, zuviel davon zu trinken, und tarnt den Alkoholgehalt mit die Gefahr, daß man sich schnell berauscht. Auch deshalb gehört traditionellen zum Federweißen ein deftiges Essen, z.B. Zwiebelkuchen, elsässischem Flammkuchen, Pellkartoffeln und Hausmacherwurst. Ein herzhafter Rezeptvorschlag folgt unten. 

 

Weintrauben Wem sich die Gelegenheit bietet, während der Saison in einem Weinanbaugebiet direkt bei einem befreundeten Winzer einen Federweißen zu probieren, sollte dies tun.

Es schmeckt unvergleichlich besser als das Zeug, was üblicherweise als Federweißer im Einzelhandel oder abseits der Weingebiete vermarktet wird.

Die Feier zu Hause

Die Gelegenheit beim Winzer nützt man am Besten für einen kleinen Privateinkauf. Aber nicht vergessen, Federweißer ist nicht lange haltbar und sollte möglichst schnell verbraucht werden.

Die Phase der "abklingenden" Gärung, in welcher der Federweißer nicht mehr zu süß schmeckt, aber auch noch nicht seine Süße vollständig vergoren ist, dauert nur ein paar Tage. Zwar wird der Gärprozeß durch eine Lagerung bei kühleren Temperaturen (unter 10° C) hinausgezögert oder bei wärmeren Temperaturen beschleunigt, aber man sollte seinen Federweißen möglichst nach dem Einkauf, höchstens am Folgetag verbrauchen, sonst verliert er an Geschmack.

Deshalb gilt: Federweißer sollte stets ein Grund sein, ein paar Freunde einzuladen.

Weintrauben Da während der Gärung Kohlensäure entsteht, dürfen die Flaschen mit dem Federweißen nicht luftdicht verschlossen werden. Das sind die Flaschen im Handel auch nicht - deswegen sollten Sie sie auch nur aufrecht transportieren!

Für den Einkauf kommt es zwar auf die Trinkfreude und -festigkeit der Gäste an, aber im allgemeinen rechnet man einen Liter pro Person, mehr (wäre) ist! unbekömmlich.

Der Federweiße enthält jede Menge biochemisch aktiver Zellen und Milchsäurebakterien, denen die Ärzte eine blutreinigende, entschlackende und verdauungsfördernde Wirkung nachsagen. Vor allem die Vitamine B 1, für den Kohlenhydrat-Stoffwechsel, B 2 für Augen und Haut, sowie B 6 sind nachweisbar. Durch die gärende Hefe enthält der Federweiße mehr an Vitaminen als Traubensaft.

Der runde Geschmack zwischen Süße und Säure, seine prickelnde Wirkung am Gaumen macht den Federweißen zum erfrischenden und belebenden Getränk. Aber Vorsicht: Die Süße überdeckt den Alkohol, so daß man schnell von der anregenden Wirkung überrascht werden kann.

Die Kombination aus Hefen, Milchsäurebakterien und Trübstoffen aktivieren den Magen-Darm-Trakt und hat dadurch eine entschlackende Wirkung. Aus beiden Gründen gehört zu der süffigen Spezialität eine traditionell deftige Zwischenmahlzeit.

Herzhafter Zwiebelkuchen

Zwiebelkuchen, noch ofenwarm, ist der angetraute Partner dieses süffigen Getränkes. Er schmeckt aber auch sehr gut zu anderen, möglichst deftigen, also fettreichen Speisen. Für Zwiebelkuchen gibt es unzählige Rezepte, alleine Google findet 395 Zwiebelkuchenrezepte. 

Zwiebelkuchen

Der Teig ist ein klassischer Hefeteig, er ist schnell gerührt. Wenn das lange "Gehen" stört, Hefeteig, oder alternativ Pizzateig gibt es fertig und tiefgefroren zu kaufen.

Für den Zwiebelbelag nehme ich normale Haushaltszwiebeln, wem es zu scharf wird, nimmt Gemüsezwiebeln. Wichtig für die Bekömmlichkeit ist ein Teelöffel Kümmel im Zwiebelbelag.

Wer nicht auf Kalorien achten will, streut vor dem Backen noch ca 200 g geriebenen Gouda über den Belag. Schmeckt auch ... erinnert aber zu sehr an Pizza!

Ich streue lieber nach dem Backen gehackte Petersilie darüber, guten Appetit!

   

Zutaten Hefeteig
für ein Backblech

250 g Mehl, Typ 550
1/2 TL Salz
20 g Hefe = ein Päckchen
150 ml lauwarmes Wasser
1/4 TL Zucker
10 g Butter / Margarine
oder je nach Geschmack
ein kräftiges Stück Butter.

 

Das Mehl in eine Rührschüssel geben und mit dem Salz vermischen. Die Hefe mit der Gabel andrücken und in 150 ml lauwarmen Wasser auflösen, mit dem Zucker verrühren. Die Hefelösung zum Mehl geben, die weiche Butter (Zimmertemperatur) zufügen.

Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Hefeteig verkneten. Den Teig aus der Schüssel nehmen und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer Kugel formen. Etwas Mehl darüber stäuben und mit einem sauberen Geschirruch abdecken. Der Hefeteig muß ca. 30 Minuten gehen, bis der Teig sichtbar aufgegangen ist.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig ausrollen und auf das Backblech  legen, dabei einen Rand ausformen. Die Teigfläche mit einer Gabel mehrmals einstechen.

Zutaten Zwiebelbelag

800 - 1000 g Zwiebeln
200 g Schinkenspeck
40 g Butter/Margarine
1 TL Kümmel
Pfeffer
Salz
Muskatnuß
1-en Becher Schmand
4 Eier

eventuell frische Kräuter zum Bestreuen

Den möglichst durchwachsenen Schinkenspeck würfeln oder in Streifen schneiden. Die Haushaltszwiebeln schälen, halbieren und in Würfel schneiden. In einer Pfanne die Schinkenwürfel anbraten, die Butter zugeben und leicht auslassen. Die Zwiebeln dazugeben und nicht zu lange glasig dünsten.
Den Kümmel dazugeben und die Masse mit frisch gemahlenem Pfeffer, Salz und Muskatnuß würzen. Zum Abkühlen die Pfanne von der Herdstelle nehmen.

Inzwischen den Schmand mit den Eiern in eine Schüssel geben und zu einer Soße verquirlen. Mit Pfeffer und Salz kräftig abschmecken.

Den Backofen mit 200° anheizen. Die etwas abgekühlte Zwiebelmasse gleichmäßig auf dem Teig verteilen und die Soße darübergiesen. Das Blech auf die mittlere Schiene in den vorgeheizten Backofen schieben.

Nach 35 bis 40 Minuten bei 200° ist der Zwiebelkuchen schön goldbraun und fertig.
Schmeckt am Besten noch ofenwarm!



Völlig untypisch für meinen Ingenieursberuf liebe ich skurrile und schräge Geschichten und wollte Ihnen einige Kostproben anbieten. Dabei habe ich wohl etwas übertrieben. Und nun muß ich die privaten 'Privatseiten' vom beruflichen Auftritt trennen und eine ausdrückliche Warnung vorschalten.

Verboten

Achtung:

Leute die sich leicht provoziert fühlen, sich schnell aufregen oder gar plötzlich hysterisch werden, sollten meine private Ecke lieber nicht betreten. Meine private Ecke ist nichts für schwache Nerven. Wer dennoch meine Warnung ignoriert ist selbst daran schuld. Ich übernehme keinerlei Verantwortung dafür, daß der Besucher sich übermäßig aufregt und einen Herzinfarkt erleidet. Einlaß erfolgt nur mit Anzug und Krawatte!
Ich bin korrekt gekleidet und begehre Einlaß   |   igitt ... ich will hier raus

Und ich muß ganz deutlich darauf hinweisen: Das alles ist Satire und Ironie pur, und keinesfalls mein Ernst. Bedenken Sie das beim Lesen und lassen sich bitte keinesfalls von dem Gedankengut inspirieren.

Also, viel Spaß beim durchblättern der Seiten. Und nicht vergessen, meine Seiten sind erst am Anfang, sie wachsen noch.

Online seit
03.01.2007